DE-PL-UA Trainingsseminar „TEAM UP! Digital Safety & Media Literacy“

Vom 28. bis 31. Mai 2026 fand in Wrocław das internationale deutsch-polnisch-ukrainische Trainingsseminar „TEAM UP! Digital Safety & Media Literacy“ statt. Insgesamt nahmen 16 junge Teamende, Multiplikator*innen und aktive Menschen aus der Jugendarbeit aus Deutschland, Polen und der Ukraine teil.

Das Training wurde im Rahmen des Erasmus+-Programms der Europäischen Union gefördert und richtete sich insbesondere an Menschen, die bereits Erfahrungen in der Jugendarbeit und internationalen Bildungsarbeit mitbringen und ihre Kompetenzen im Bereich digitaler Sicherheit, Medienkompetenz und internationaler Teamarbeit
weiterentwickeln möchten. Im Mittelpunkt des Seminars standen aktuelle Herausforderungen digitaler Kommunikation
und die Frage, wie Jugendarbeit junge Menschen dabei unterstützen kann, sich sicher, kritisch und verantwortungsvoll in digitalen Räumen zu bewegen.

Unser Program

Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den Workshops unseres Referenten Harry Tsatryan, der mit den
Teilnehmenden intensiv zu Themen wie digitaler Sicherheit, Fake News, Desinformation und
Medienkompetenz arbeitete. Im ersten Workshop zum Thema „Digital Safety for Youth Workers“ beschäftigten sich die
Teilnehmenden mit Fragen der digitalen Sicherheit in der Jugendarbeit und reflektierten ihren eigenen digitalen Fußabdruck. Gemeinsam wurde diskutiert, wo die Grenzen zwischen privater und professioneller Online-Präsenz verlaufen und welche Risiken digitale Räume insbesondere für Menschen mit sich bringen, die aktiv mit jungen Menschen arbeiten. Darüber hinaus wurden aktuelle Bedrohungen wie Phishing, Social Engineering, Identitätsdiebstahl sowie Datenschutzfragen behandelt. Die Teilnehmenden lernten praktische Strategien zum Schutz persönlicher Daten kennen, darunter sichere Passwortverwaltung, Zwei-Faktor-Authentifizierung und einfache Methoden digitaler
Selbstsicherheit.

Besonders wertvoll waren dabei die zahlreichen Praxisbeispiele und Fallstudien aus verschiedenen Ländern Europas, die reale Sicherheitsvorfälle und Herausforderungen in Jugendorganisationen sichtbar machten. In praktischen Übungen führten die Teilnehmenden unter anderem einen „Live Privacy Check“ ihrer eigenen Profile und digitalen Einstellungen durch. Zusätzlich arbeiteten sie mit Rollenspielen und simulierten Situationen wie gehackte Accounts, digitale Belästigung oder den Umgang mit problematischen Online-Situationen in Jugendprojekten.


Im zweiten Workshop stand das Thema „Social Media; Fake News Debunking“ im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden beschäftigten sich intensiv mit Mechanismen von Desinformation und Fake News sowie mit der Frage, warum sich Falschinformationen in sozialen Netzwerken so schnell verbreiten. Gemeinsam wurden Algorithmen, psychologische
Aspekte digitaler Kommunikation sowie neue Herausforderungen durch KI-generierte Inhalte und Deepfakes analysiert. Auch hier spielte der praktische Teil eine große Rolle. Die Teilnehmenden lernten Methoden zur Überprüfung verdächtiger Inhalte kennen und arbeiteten mit digitalen Werkzeugen wie Reverse Image Search und einfachen Verifikationsmethoden. Besonders spannend war die gemeinsame Analyse aktueller Beispiele von viralen Fake News und manipulierten Medieninhalten. Darüber hinaus entwickelten die Gruppen eigene Ideen für Medienkompetenz-Inhalte, Checklisten und Social-Media-Beiträge für ihre zukünftige Arbeit mit Jugendlichen. Ein interaktiver „Fact-Check Challenge“ ermöglichte es den Teilnehmenden schließlich, spielerisch Desinformation zu analysieren und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Neben den fachlichen Inhalten beschäftigte sich das Training auch mit Rollen und Verantwortlichkeiten in internationalen Teams, der Planung von Jugendbegegnungen sowie mit der Frage, wie man sichere, unterstützende und generationengerechte Lernräume für Jugendliche schaffen kann. Die Teilnehmenden arbeiteten mit vielfältigen non-formalen
Methoden wie Gruppenarbeiten, Reflexionsübungen, Team-Building-Methoden und Simulationen.


Neben den Workshops blieb auch viel Raum für interkulturellen Austausch und gemeinschaftliche Erlebnisse. Spaziergänge durch die Altstadt von Wrocław, gemeinsame Abendaktivitäten, Exkursionen sowie viele informelle Gespräche trugen zu einer offenen, motivierenden und unterstützenden Atmosphäre innerhalb der internationalen Gruppe bei.

Partner und Förderer

Das Seminar wurde gemeinsam von Aktion West-Ost e.V. (DE), Fundacja AYE (PL) sowie der Organisation Youth Initiative of Cities (UA) organisiert.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden, Teamenden und Partnerorganisationen für die inspirierende Zusammenarbeit und freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte.

Das Trainingsseminar wurde im Rahmen des Erasmus+ Programms der Europäischen Union gefördert und finanziert.