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EVS - Heimkehr
Image Siebzehnmal hab’ ich aus den Mausbäuchen meines Adventskalenders kleine Überraschungen herausgeholt. Der siebzehnte Dezembermorgen hat auch einen langen Tag für mich bedeutet, den Tag meiner Heimkehr zum Weihnachtsfest! Obwohl ich gerne Rucksack, Koffer usw. packe, habe ich das dieses Mal hinausgezögert. Es gab so viele interessantere Augenblicke! Zum Beispiel leckeres Abendbrot mit meiner Gastfamilie. Monika hat ein auβergewöhnliches Festmahl vorbereitet - alles wie an Heiligabend. Über die Stereoanlage liefen Weihnachtslieder, der Tisch war weihnachtlich gedeckt und darauf standen Köstlichkeiten (u.a. meine Lieblingsbirnen mit Moosbeerensoβe!) Wie zu Weihnachten gab es natürlich Geschenke. Unglaublich, wir kennen uns gar nicht so lange und meine Gastfamilie weiβ, was ich brauche: gestrickte violette Hausschuhe - ein Geschenk, das ins Schwarze getroffen hat! Meine Gasteltern haben in ihren Päckchen eine polnische... Flasche gefunden, und das war kein Żubrówka oder Grasovka, wie man den Schnaps in Deutschland nennt.

 

Ich war auf eine unangenehme Reise eingestellt und hab’ gar nicht erwartet, dass ich so viele nette Leute treffe. Erst hab’ ich auf dem Bahnhof ein Blasorchester spielen hören. Zwar haben die Jungs kein „Weine nicht, wenn ich abreise“ (ein sehr populärer polnischer Song) gespielt, es gab aber etwas mit „dont’ cry“...ah ja, „No woman, no cry“. Auch wenn es nicht so ein netter Abschied für mich war, hat das Orchester von den Passanten einen langen Beifall erhalten. Auf meinem Weg zum Flughafen bin ich weiteren netten Leuten begegnet, z.B. einem Busfahrer, mit dem ich mich über Krakau unterhalten habe. Auf dem Flughafen hat eine höfliche Frau auf meinen zu groβen Rucksack nur geguckt und ihn nicht beanstandet, als ob sie gewusst hätte, wieviele Geschenke man zu Weihnachten mitnehmen muss. Ich hoffe, dass auf meiner Rückreise das Personal am Schalter in Danzig auch die Augen bei meinem Gepäck zudrücken wird.

Image Ich fliege sehr gerne, nach ein paar Minuten des Fluges kann man endlich die Sonne genießen. Wie schön ist es über den Wolken zu „schwimmen“ und sich von einem mit Schnee bedeckten See (ab und zu mit Eislöchern) oder Wolkenvulkanen verzaubern zu lassen. Leider muss man nach einer Stunde wieder in der Wirklichkeit landen. Danzig hat mich genauso willkommen geheißen wie Dortmund mich verabschiedet hat: regnerisch und grau… In Danzig hab’ ich keine Straβenbahn, sondern einen Bus benutzt. Ein alter, nach dreiβig Jahren ausgelatschter Ikarus hat mir die Reise auf den polnischen Straßen sehr angenehm gestaltet. Hinter den Fenster Leuchtreklamen: einer Autowerkstatt, über Sonderaktionen beim Friseur oder ermunternde Worte zum Kauf eines neuen Fernsehers.

Im Ermland erwartete mich eine Überraschung: der Schnee! So wie es noch vor meiner Abreise nach Polen Norbert „Biedronka“ vorhergesagt hat. Ich hab’ nie an Wettervorhersagen geglaubt, die für mehr als drei Stunden gelten. Ich muss aber bestätigen, dass der Meteorologieliebhaber das Wetter in Polen sehr präzise beschrieben hat. Ich hoffe, dass der Schnee (so wie Norbert vorhergesagt hat) bis zum Heilligen Abend bleibt. Ich kann schon kaum die zwölf Speisen erwarten (es gab auch schon Jahre, in denen meine Mama und Oma mehr als zwölf Speisen vorbereitet haben…).


Frohe und leckere Weihnachten!




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