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Eine Reise durch Europa… DE-PL-UA Jugendbegegnung
ImageEuropa... es gibt keine umfassende Vorstellung, was Europa eigentlich ist. Jede/Jeder versteht etwas anderes unter Europa. Mal ist damit die geographische Lage gemeint, mal die gemeinsamen Werte, dann wiederum die gemeinsame geschichtliche Entwicklung oder die Gesellschaft. Es kommen noch mehr Fragen auf, wenn man versucht die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Europa zu finden und sich mit Europa auseinanderzusetzen.

Die jungen Bürgerinnen und Bürger Europas aus Deutschland, Polen und der Ukraine haben versucht Antworten auf diese Fragen zu finden im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung "By Bicycle Through Europe" in der Ukraine. Die Begegnung wurde vom 23.08 bis 02.09.2017 in Lviv durchgeführt von der Aktion West-Ost (Deutschland) und zwei Partnerorganisationen: Semper Avanti (Polen) und Deutsche Jugend Lemberg / Deutsche Jugend aus der Ukraine (Ukraine).

Diese Partnerschaft ist 2016/2017 entstanden. Alle Partnerorganisationen waren sich am Anfang einig, dass wir insbesondere wegen der heutigen Situation in Europa mehr über Europa und die neuen Herausforderungen in unseren Gesellschaften mit den jungen Menschen diskutieren sollten. So entstand die Idee eines Projektes, das sich mit den wichtigen Aspekten Europas beschäftigt und zwar mit den unterschiedlichen Dimensionen: Geschichte, Kulturelle Besonderheiten und Politische Situation in Europa.

Die deutsche, polnische und ukrainische Gruppe sind am 23.08 nach Lviv gereist. In dieser Stadt verbrachten wir, die 36 jungen Menschen aus drei Ländern, die 10 Projekttage zusammen. Das ganze Projekt wurde thematisch in drei große Blöcke aufgeteilt: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Europas. Das Programm wurde in Englisch und Russisch durchgeführt. Allerdings benutzten wir außerhalb des offiziellen Programms fünf Sprachen! Die Ukrainer und Polen haben sich auch in ihrer Muttersprache sehr gut verstanden, da die zwei Sprachen ziemlich ähnlich sind.

ImageAlles begann mit dem Kennenlernen: die Teilnehmenden haben sich spielerisch kennengelernt. Dann wurde das Programm vorgestellt und die Ziele unseres Projektes erörtert. Hier konnte jede/ jeder ihre/seine Erwartungen, Befürchtungen, Wünsche und Interessen äußern und für die weitere Projektarbeit ihre/seine persönlichen Ziele festlegen. Natürlich wollten wir auch die Stadt kennenlernen. Für einige Teilnehmende war die Reise nach Lviv das Kennenlernen des Landes und einer schönen Stadt, die sehr „europäisch“ aussieht. Wir waren begeistert von der Multikulturalität der Stadt Lviv. Große kulturelle und religiöse Gemeinden, wie die Ukrainer, Armenier, Polen, Russen, Juden und Deutsche usw. haben das Bild und die Kultur der Stadt geprägt. In Lviv hatten wir auch die Möglichkeit den Tag der Unabhängigkeit der Ukraine am 24.08 mitzufeiern und besuchten wichtige Plätze und Straßen von Lviv, wo am Abend unterschiedliche Konzerte und traditionelle Veranstaltungen angeboten wurden.

Im Rahmen der Workshops und der Arbeit in den Gruppen lernten wir gleich in den ersten Tagen (erster thematischer Block) der Begegnung die Geschichte Europas kennen. Die Intergrationsgeschichte der Europäischen Union, als erfolgreiches Beispiel des friedlichen Miteinanders zwischen den Ländern Europas, durfte natürlich auch nicht fehlen. In gemischten Gruppen haben wir auch über die Philosophie der EU gesprochen, sowie über die Ziele auf der Gründungsetappe der EU. Die Teilnehmenden haben die wichtigsten Gründe für die Schaffung der EU herausgefunden. Ein spannendes Stationsspiel hat uns weiter die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ganz Europa gezeigt. Dabei haben wir die wichtigsten Werte Europas diskutiert und die Traditionen und kulturellen Besonderheiten der europäischen Länder spielerisch entdeckt. Ein interkultureller Abend hat den ersten Block des Projektes abgerundet. Hier probierten wir nicht nur leckere traditionelle Süßigkeiten aus Deutschland, Polen und der Ukraine, sondern jede Gruppe präsentierte ein anderes Land. Besonders spannend haben die Ukrainer Deutschland präsentiert. Es war eine lustige Vorstellung mit einer „deutschen“ Tanzvorstellung.

ImageAm Samstag Nachmittag hat das polnische Team für uns das Simulationsspiel „World Bank“ vorbereitet. Alle Teilnehmenden waren in Länderteams aufgeteilt und sollten mit ganz unterschiedlichen Ressourcen bestimmte Figuren produzieren und sie an der Weltbank verkaufen. Das Spiel lief sehr lebendig ab und jede Gruppe führte die Verhandlungen mit anderen Ländern. Die Situation des Welthandels war zwar nachgespielt, aber die Unterschiede zwischen armen und reichen Ländern mit ihren Problemen konnte man durch das Spiel gut nachvollziehen. Die Wichtigkeit der Zusammenarbeit, des Dialogs und der gegenseitigen Unterstützung zwischen den Ländern sind allen durch das Spiel klar geworden.

In der zweiten thematischen Einheit haben wir sehr viel über die aktuelle Situation in Europa gelernt. Welche Gefahren und welche Problemfelder existieren heutzutage in Europa? Rechtsextremismus und populistische Bewegungen in Polen, die Flüchtlingssituation und Migration in Deutschland, sowie der Konflikt in der Ukraine waren die Schwerpunkte dieses Blocks. Die Teilnehmenden haben über Flüchtlinge in einem Fishbowl-Format diskutiert, ihre Meinungen ausgetauscht und die wichtigen Aspekte der heutigen Entwicklungen in Europa definiert. Eine besondere Stelle im Programm nahm der Konflikt in der Ukraine ein. Als Einstieg wurde uns der sehr tragische Dokumentarfilm „Winter on Fire“ über die Ereignisse vom Euromaidan und der ukrainischen Revolution gezeigt. Von vielen Teilnehmenden wurde der Film als sehr emotional wahrgenommen. Viele haben bemerkt, dass man in Deutschland oder in Polen den Konflikt ganz anderes erlebt hat. Diesen ist die Situation in der Ukraine, die Tragödie der Revolution und die politische Situation in diesem Land klarer geworden. Der Film wurde durch eine Präsentation über den bewaffneten Konflikt im Osten der Ukraine ergänzt. Außerdem wurde die Rolle der EU in dem Konflikt erklärt.

Während des Projektes besuchten wir auch eine Minderheiten-Organisation in Lviv, das Kulturzentrum der Krim Tataren. Hier hatten wir die Möglichkeit die Geschichte des Volkes, ihre Religion und das Leben von Krim Tataren kennenzulernen. Die Vertreter der Organisation bereiteten für uns ihre traditionellen leckeren Süßigkeiten vor und begrüßten uns mit ihrer großen Gastfreundlichkeit. Der Leiter vom Zentrum berichtete über die Krim Annexion und wie er und seine Familie von der Krim geflüchtet sind. Besonders interessant war das Gespräch mit Timur Baratov. Er beteiligte sich an den Ereignissen auf der Krim im Jahr 2015 und hat uns von seinen Erfahrungen über die Annexion erzählt und schilderte einige Beispiele von Propaganda Mitteln aus den russischen Nachrichten. Die Teilnehmenden haben aus all diesen Beiträgen, Workshops und Gesprächen sehr viel über den Konflikt in der Ukraine gelernt.

ImageIm dritten Teil des Projektes diskutierten wir über die Zukunft Europas und suchten Antworten auf die Frage: was kann ich persönlich für die friedliche Entwicklung Europas unternehmen? Alle diese Ergebnisse sind Basis für unsere Broschüre geworden, die wir dieses Jahr noch veröffentlichen werden. Darüber hinaus besuchten wir auch die Administration der Stadt Lviv, bei der wir mit der Vertreterin des Kulturministeriums über die Situation der Minderheiten und das Kulturleben in Lviv gesprochen haben.

Am Ende des Projektes haben wir die Geschichte Europas persönlich erfahren. Bei einer Fahrradtour entlang der Route „Via Regia“, der längsten Handelsstraße Europas, die 8 europäische Länder miteinander verbindet. Aber auch bei einer öffentlichen Aktion im Stadtzentrum von Lviv mit Flaggen, Fahrrädern und einer Mitmachaktion mit Kreide haben wir gemerkt, dass wir mit Europa trotz der großen Vielfalt und den unterschiedlichsten nationalen Interessen auch Frieden, Solidarität und Zukunftsfähigkeit verbinden. Während der intensiven Programmtage haben die Teilnehmenden nicht nur viel Neues gelernt, sondern auch viele neue Freundschaften geschlossen. Am Ende des Projektes konnte man das Gefühl eines gemeinsamen Europas bei den Teilnehmenden spüren. Es sind viele Gemeinsamkeiten und Unterschiede klarer geworden, einige Stereotypen und Barriere wurden abgebaut und das Engagement, an einem ähnlichen Projekt wieder teilzunehmen, ist entstanden.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Partnern: Die Deutsche Jugend in der Ukraine und Semper Avanti in Polen. Die Teams aus den drei Ländern haben sich gegenseitig kräftig unterstützt und wir konnten zusammen ein tolles Programm vorbereiten und durchführen! Danke auch an alle Teilnehmenden, die das Programm mit Leben gefüllt haben und ihr Wissen, ihre Ideen, Visionen und Wünsche eingebracht haben!

Wir freuen uns sehr über dieses gelungene Projekt und sind gespannt auf die weitere Zusammenarbeit und neue Projekte!

Das Projekt wurde durch Erasmus+, das Deutsch-Polnische Jugendwerk zusammen mit dem Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium des Innern durch den Wohltätigkeitsfond „Gesellschaft für Entwicklung“ gefördert.

BBTE2017 

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