| Eulen in Gemen |
| Donnerstag, 19 April 2012 | |
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Erste Begegnung für Kinder und Jugendliche unter 16
20 fremde Gesichter auf einmal. Das ganze Leben um einen herum findet plötzlich in zwei Sprachen statt. Zusammen wohnen, essen, spielen mit Gleichaltrigen aus einem anderen Land: Zu Beginn hatten wir einen eher ruhigen, schüchternen Kreis in unserem Gruppenraum.
Aber das änderte sich blitzschnell: schon nach dem ersten Tag, einem deutsch-polnischen Palmsonntagsgottesdienst, einigen Kennenlern-Spielen und Sprachübungen, nach viel Lachen und gemeinsamem Gesang am Lagerfeuer kam es uns so vor, als hätten wir eine Gruppe von Freunden versammelt, die sich nicht erst seit gestern kennt.
In deutsch-polnischen Gruppen schufen immer fünf Kinder ein neues europäisches Land. Ausgerüstet mit Landkarte, Landesnamen und Flagge gingen diese Länder in einen Wettkampf gegeneinander. Drei Tage lang wurden mit großem Eifer Punkte gesammelt bei Wettspielen, Sport, einem Musik-Wettstreit und einem Fotowettbewerb.
Außerdem war ein Besuch in der Stadt Münster auf dem Programm und wir nahmen uns Zeit, etwas über die polnische und deutsche Sprache und Kultur zu lernen. Wir sammelten auch Ideen dazu, was ein Land oder eine Nation haben muss, um wirklich „eine Nation“ zu sein.
Seit dem Treffen hallt sicherlich ein und dasselbe Echo durch die Köpfe aller Teilnehmer: der Ruf der Eule. Wieso? Mit der Eule gab es Sonderpunkte zu verdienen. Wer es schaffte, auf der geschlossenen Faust zu pfeifen wie eine Eule, machte sich für sein Land verdient.
Nachdem wir diesen Extra-Wettbewerb ausgerufen hatten, gab es vor den Vögeln in allen Zimmern, auf den Gängen und im Gruppenraum keine Ruhe mehr.
Am Abschlussabend brachten die Länder erstaunliche musikalische Shows auf die Bühne. Danach präsentierten wir die Ergebnisse des Fotowettbewerbs. Aufgabe war es gewesen, Spuren von vielen Ländern der Welt in Münster zu finden und jedes „unserer Länder“ meisterte die Aufgabe hervorragend.
Wir sind begeistert von den Tagen in Gemen nach Hause gefahren. Die Verständigung zwischen den deutschen und den polnischen Kindern hatte mit der Hilfe des Leitungsteams und einiger Wörterbücher gut funktioniert, alle waren zufrieden und müde, einige wollten sich am Ende gar nicht trennen und es gab auch ein paar Abschiedstränen. „Weißt du, was mir an diesem Treffen nicht gefällt?“ fragte eine Teilnehmerin – „Dass es so kurz ist!“.
In einigen Köpfen sind schon Planungen für das nächste Treffen „U 16“ entstanden. Wir hoffen, dass wir bald schon eine Einladung für das Jahr 2013 schreiben können.
Vielen Dank Hubert, Wiktoria, Conny, Łukasz, Stefanie, Ola, Julia, Gosia, Pascal, Marie, Adrian, Franzi, Krystian, Hannah, Simon, Vera, Agnieszka, Nina, Martyna, Basia – wir Leiterinnen werden euch in guter Erinnerung behalten und würden uns freuen, euch wieder zu treffen!
Vielen Dank Alicja Mieczkowska, der Leiterin von Seiten der Ermis aus Allenstein. Vielen Dank Renata Brejnak, unserer Sprachmittlerin aus Allenstein. Und vielen Dank für die Unterstützung, die wir von den Ermis, aus der Jungen Grafschaft, von der GJE, von Thorsten Neudenberger, vom Ermlandhaus, von der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit, der Grundschule Nr. 9 aus Allenstein, vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk und von Renovabis bekommen haben!
Hanna Teschner
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Zehn bis fünfzehn Jahre alt waren die Kinder und Jugendlichen, die die Tage vom 1. bis 5. April 2012 in Gemen verbrachten. Sie kamen aus verschiedenen Orten in Deutschland und aus der Umgebung von Allenstein aus Polen auf die schöne Wasserburg im Münsterland. 


