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EVS - Lithuanian Eurotrip aus meiner Sicht

Endlich ist die Zeit gekommen. Nach allen Vorbereitungstreffen in Deutschland und in Litauen ist es Zeit für alle und für mich selbst zu zeigen, was wir geplant und vorbereitet haben. Am 26. Juli stieg unser Flugzeug in die Luft auf in Richtung Riga.



Zwei Stunden Flug und wir landeten in der lettischen Hauptstadt. Von dort bis Klaipėda – vier Stunden mit einem Bus, in dem du Kaffee umsonst genießen kannst. Knapp vor Mitternacht erreichten wir Klaipėda, dass Wetter war unglaublich warm und schwül, aber man konnte dagegen gar nicht tun. Für ein paar Tage gründeten wir unser „Büro“ in Jugendzentrum Klaipėda – von hier ging die Planung weiter. Es blieb nicht sehr viel Zeit, bis die ersten Teilnehmer nach Klaipėda kommen würden. Am 30. Juli waren alle schon da. Ich bin noch nie in meinem Leben als Organisator von einer solchen großen Veranstaltung gewesen.Image

Diesmal war ich für alle logistischen Aspekte des Projekts verantwortlich. Zuerst habe ich nicht gedacht, dass das alles so anstrengend sein wird – auf dem Papier sah alles viel einfacher aus: dorthin zu fahren, ein paar Sachen abzuholen… In Wirklichkeit war alles ein bisschen anders.

Aber um das alles zu schaffen, brauchte ich zunächst ein Auto. Und das musste ich zuerst in Vilnius abholen. Frühes Aufstehen aus dem Bett – in diesem Tag musste ich eine 700 km lange Strecke hinter mich bringen. Der Bus fuhr schon um halb sechs ab. Kurz nach zehn war ich schon in Vilnius, wo ich den Autovermieter getroffen habe. Aber als ich dieses Auto abholen wollte, wurde mir gesagt, dass das Auto, das sie wir vermieten wollten, noch im Autoservice steht. In dieser Situation hatten wir zwei Optionen: entweder bleiben wir ohne Auto, was für uns ein Desaster sein würde, oder nehmen wir Ersatzauto – und das war voller Überraschungen: Tacho und Drehzahlmesser waren kaputt, Handbremse und Hecktüren klemmten Image (wie wir später erfuhren, waren das noch nicht alle Defekte an dieser Kiste). Weil die Auswahl nicht besonders groß war, blieb uns gar nichts anderes übrig, als dieses Auto zu mieten. Schon am Nachmittag fuhr ich zurück nach Klaipėda. Und ich fuhr nicht allein – neben und hinter mir saßen alle Gruppenleiter.

Die Reise war auch nicht ohne Abenteuer. Nicht weit von Klaipėda hat es plötzlich angefangen zu regnen und dann - Überraschung – der Scheibenwischer an der Fahrerseite funktionierte einfach nicht. Schwer, mit vielen Stopps, gelang es uns endlich Klaipėda zu erreichen. Nach dieser Reise bin ich paar Tage einfach durch den Klaipėda gefahren, bis Sonntag, als eine neue Herausforderung kam. Da musste ich die Koffer von ungefähr 60 Leuten nach Vilnius bringen. Während der Reise hatte ich schlechte Vorahnung: hält dieses Auto noch irgendwelche Überraschungen für uns bereit? Gott sei Dank war alles ok. Schon am Montag, nach nur 15 Minuten Schlaf war ich zurück in Klaipėda.

Hier musste ich meine neue Aufgabe anfangen – durch Litauen mit verschiedenen Kleingruppen reisen. Das war lustig, so konnte ich verschiedene interessante Plätze besuchen, unsere Teilnehmer und andere Leute kennenlernen. Am Montag, mit der Gruppe „Arts and Culture“ haben wir das Orvydas Gehöft besucht – ein Museum, das sich schwer beschreiben lässt. Auch schon die Reise dorthin war eine Herausforderung, weil es in einer landschaftlichen Umgebung liegt, oder einfacher zu sagen – mitten im Nirgendwo.Image

Dieser Tag endete sich für mich in einem kleinen Dorf, wo die Gruppe „Living in the city and living at the countryside“ bereits schlief.

Am nächsten Tag reiste ich mit dieser Gruppe weiter. Wir haben eine Brauerei besucht und endeten unseren Tag auf einem Gehöft. Am darauffolgenden Tag bin ich nach Kaunas gefahren und traf dort die Gruppe, die sich mit Thema Geschichte beschäftigte. In Kaunas, das von 1920 bis 1940 die provisorische Hauptstadt Litauens war, fing unsere Reise durch die litauischen Hauptstädte an. Nächste geplante Station – Trakai, das im Mittelalter von 1316 bis 1323, sieben Jahre lang die Hauptstadt des Großfürstentums Litauen warImageTrakai ist auch das kulturelle und religiöse Zentrum der Karaimen, die hier nach Litauen vom litauischen Großfürst Vytautas im 14. Jahrhundert eingeladen wurden. Nach Trakai haben wir Kernavė besucht, die als älteste bekannte Hauptstadt Litauens berühmt ist. Nach einem Picknick auf dem Hügel sind wir Richtung „Vilnius“ gefahren und waren dort knapp vor Mitternacht. Neuer Tag, neue Überraschungen – das Auto lässt wieder von sich wissen. Diesmal war ein Reifen platt und um das zu reparieren gab es kein passendes Werkzeug. Deswegen kostete die Reparatur ein bisschen mehr Zeit, als wir gedacht haben. Aber am Nachmittag läuft das Auto schon weiter. Insgesamt bin ich 2250 km auf litauischem Boden gefahren – fast so viel wie von Vilnius bis London. Für mich war dieses Projekt ein richtiger „TRIP“. Und für meine Bemühungen am Lenkrad habe ich Ehrentitel des Fahrers gekriegt – jetzt bin ich amtierender „Busas Driveras“. Image

 

 

**Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.**


 
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