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EVS - Mein Urlaub in Südeuropa

Meine Zeit hier in Deutschland geht schnell vorbei und es ist schwer zu realisieren, dass ich bald meine Koffer packen und nach Litauen zurückkehren werde. Bei diesem Gedanken kriege ich gemischte Gefühle – einerseits ist es schön, nach Hause zu fahren und Verwandte und Freunde zu sehen, andererseits ich mag Düsseldorf und ich fühle mich hier wie zu Hause. Aber fangen wir von vorne an…

Es ist schon viel Zeit seit meinen letzten Artikel im Blog vergangen. Seitdem ist sehr vieles passiert – zuerst muss ich erwähnen, dass ich im Urlaub in Italien war, wo ich eine Freundin von mir besucht habe. Image Sie wohnt im Süden Italiens, in einer Stadt, die Reggio di Calabria heißt. Bis dahin war ich noch nie in Italien gewesen, deswegen war alles für mich wie eine neue Herausforderung. Fast niemand versteht dort Englisch, es ist auch schwer irgendwelche Informationen auf Englisch zu bekommen. Deswegen hat man keine anderen Möglichkeiten, als nur viel mit seinen Händen zu artikulieren und etwas mit gemischter englisch-italienischer Sprache zu plaudern. Reggio di Calabria ist die größte Stadt Kalabriens. Sie liegt an der Südspitze der italienischen Halbinsel und ist die Hauptstadt der Provinz Reggio Calabria. Ich habe dort ein paar schöne Tage verbracht, aber dann musste ich weiterziehen, um etwas Neues zu erleben. Image Deswegen bin ich in die Stadt Locri gefahren. Das ist eine kleine und gemütliche Stadt, und dem Besucher fällt gar nicht auf, dass diese Stadt mit 13.000 Einwohnern Sitz von zwei Mafia Familien ist. Aber mein Ziel war nicht Locri, ich musste weiter, nach Gerace, das 10 km entfernt, auf einem 500 m hohen Hügel liegt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Gerace sind die Reste der alten Burg Norman (wahrscheinlich im 10. Jahrhundert von den Byzantinern gegründet) oberhalb der Stadt Gerace und die perfekt erhaltene mittelalterliche Stadt. In dieser Stadt fühlst du dich wie im Mittelalter, wo die Zeit stehen geblieben ist. Es war einst die Heimat von 128 Kirchen. Zu den bemerkenswertesten unter den restlichen gehört die normannische Kathedrale, die das größte religiöse Bauwerk in Kalabrien ist, darunter liegt das Gefängnis der fünf Märtyrer von Gerace (1045). Der Anblick von diesem Hügel ist wunderschön. Aber eine Reise ohne Abenteuer ist auch keine Reise: die öffentlichen Verkehrsmittel fahren hier sehr selten, und nach einem unverständlichen Zeitplan. Gerade als ich ganz oben in der Stadt war, habe ich gehört, dass es heute keine Busse mehr zurück nach Locri gibt. Und dann könnte ich wählen: entweder bleibe ich hier in der Stadt und suche nach einer Unterkunft, oder ich suche nach einem Transport, der mich zurück nach Locri bringen kann. Es ist mir gelungen, einen Fahrer zu finden, der mich für paar Euro zurück nach Locri mitgenommen hat. Und so war ich nach paar Stunden schon zurück in Reggio. Aber schon am nächsten Tag musste ich weiter – diesmal nach Sizilien.

Meine geplante Strecke führte von Messina durch Catania und Palermo nach Messina zurück. Das war eine interessante aber auch anstrengende Reise. Ich war fast immer unterwegs, weil ich in sehr kurzer Zeit so viel wie möglich sehen und erleben wollte. Catania hat auf mich einen großen Eindruck gemacht. Weil diese Stadt am Vulkan Ätna liegt, ist sie von diesem Vulkan sehr geprägt. Mehrmals wurde diese Stadt von Erdbeben oder Lavaeruptionen zerstört. Ein schweres Erdbeben Image im Jahr 1693 zerstörte Catania fast vollständig. In den folgenden Jahrzehnten wurde es im barocken Baustil wieder aufgebaut. Da viele Gebäude aus Lavagestein bestehen, bezeichnet man die Stadt als die Schwarze Tochter des Ätna.

Weil mein Hostel im Zentrum der Stadt lag, hatte ich hier viel Zeit zum angucken, um Fotos zu machen und interessante Leuten kennenzulernen. Am nächsten Tag hatte ich etwas Besonderes – ich hatte für mich eine Reise auf den Ätna, den höchsten und aktivsten Vulkan Europas gebucht. Alles fing schon früh morgens an – ein Mann kam mit seinem Geländewagen an, um uns abzuholen und so sind wir zum Ätna gefahren. Die erste Station – das Gebiet von den letzten Lavaeruptionen. In Jahren 2001-2002 hat ausfließende Lava zahlreiche Gebäude und Straßen vernichtet, Gott sei Dank kam niemand ums Leben.

Dann haben wir Lavaröhren besucht. Ich weiß nicht wie diese Naturbesonderheit zu beschreiben ist, aber wie Wikipedia sagt – „Lavaröhren, da sind Höhlen, die sich aus Lavaflüssen bilden können. ImageSie entstehen, wenn ein Lavafluß an der Oberfläche zuerst erstarrt, aber im Inneren flüssig bleibt und weiterfließt. Nach dem Versiegen des Lavastroms kann ein Hohlraum hinterlassen werden. In der englischen Sprache wird vom "candlewax-effect" (Abkühlen von heißem Kerzenwachs) gesprochen.“ So sieht’s aus, liebe Leser. Image Und danach – mit dem Auto noch 1 km weiter in die Höhe, weiter geht es nicht, weil dort die Strecke endet. Weiter könnte man nur zu Fuß gehen oder mit der Seilbahn fahren. Aber der Ausblick von dieser Höhe war wunderschön.

Nach diesem Ausflug in die Berge reiste ich weiter – diesmal nach Palermo, die größte Stadt Siziliens, die wegen ihrer drei tausend Jahre zurückreichenden Geschichte, den aus dem Mitteralter stammenden Gebäuden und als Sitz der sicilianischen Mafia berühmt ist. Am nächsten Tag – zurück nach Reggio und von dort nach Düsseldorf.
Mein Urlaub war vorbei.

 

 

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

 
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