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EVS – "Deutscher Eurotrip"

Hallo. Diesmal werde ich euch über meine letzte Reise, die vom 26. März bis zum 05. April dauerte, erzählen. In diesen letzten Tagen habe ich sehr vieles erlebt und gesehen.

Am 26. März bin ich mit Hanna nach Frankfurt gefahren, aber dort haben sich unsere Wege getrennt – ich bin zu einem Freund gefahren, und Hanna zu ihren Eltern. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich die Möglichkeit hatte, diesen Freud, mit dem ich während des Studiums zusammen gewohnt habe, zu besuchen. Er studiert hier und macht ein Praktikum. Ich habe ihn schon mehr als zwei Jahre nicht gesehen, deswegen war es sehr interessant, zu erfahren, wie es ihm hier in der anderen Kultur geht. Wir haben uns nur am Abend getroffen und hatten nicht so viel Zeit um unsere Eindrücke miteinander zu teilen. Um die Laune aufzubessern haben wir in einer Kneipe einen Krug Apfelwein bestellt. Ich werde ehrlich sein – das ist Geschmacksache, aber mir hat er nicht besonders gefallen. Die Zeit läuft unsichtbar, und Party ist in die Wohnung umgesiedelt. Dort haben wir noch bis 4 Uhr morgens über unsere Studienzeit in Litauen geplaudert.

Um 6 Uhr morgens geht das Leben weiter. Diesmal sollte ich Nidderau erreichen um mit anderen nach Sachsen zu fahren. Von dort führte uns der Weg gerade nach Rathewalde in der Nähe von Pirna, wo eine deutsch-polnische Jugendbegegnung stattfand. Dort haben wir andere Teilnehmer aus Polen und Deutschland getroffen. Das Programm war sehr intensiv und interessant. Am nächsten Tag sind wir nach Leipzig gefahren, wo ein Treffen mit einem Vertreter der sorbischen Minderheit stattfand. Danach, um Leipzig besser kennenzulernen, haben wir die Stadtrallye gemacht und am Ende haben wir noch das „Zeitgeschichtliche Forum“ besucht, wo wir die Ausstellung „Die friedliche Revolution“ besichtigt haben.

Nächste Tag ist schon da und wir sind in der Sächsischen Schweiz. Die Umgebungen und Natur sind wunderschön. Jeder Ausflug in den Bergen ist für mich wie ein Fest. Die Berge sind für mich etwas Ungewöhnliches, wie Schnee für einen Afrikaner. In Litauen haben wir nur ein paar Hügel, die bis 300 Meter hoch sind. Weil unser Begegnungsthema „Grenzen“ war, haben wir auch die deutsch-tschechische Grenze überschritten. Das war eine sehr gute Gelegenheit, um über innere „persönliche“ Grenzen zu nachdenken und auch um ein Glas tschechisches Bier zu trinken. Am dritten Tag waren wir in Dresden. Es war sehr traurig zu hören, dass während des Zweiten Weltkrieges diese schöne Stadt so zerstört war. Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis heute restauriert man die zerstörten historischen Gebäude. Hier hilft auch steuerliche Subventionen. Im Jahre 2005 wurde nach zehnjähriger, weitgehend durch Spendengelder finanzierte Bauzeit der Wiederaufbau der Frauenkirche fertiggestellt. Viele Gebiete Dresdens gelten daher als Beispiele für die gelungene Restaurierung von Baudenkmälern und stehen als Gesamtensemble unter Denkmalschutz. Von Dresden sind wir zurück nach Rathewalde gekommen. Meine Tage sind hier zu Ende gegangen.

Neuer Morgen, neue Reise. Hier hat sich mein Weg von den anderen Teilnehmern getrennt: in der Zeit zu der alle nach Freckenhorst gefahren sind, ist mein Weg nach Bayern abgebiegt wo ich zur „Junge Aktion“ und ihrer Politischen Weiterbildungswoche im Kloster Rohr gekommen bin. Das Hauptthema des Treffens war Minderheiten in Mittel- und Osteuropa in der Vergangenheit und Gegenwart. Hier haben wir einen Bericht über Roma gehört, haben mit Vertretern von Minderheiten des Romas diskutiert. Am nächsten Tag hatten wir eine Diskussion über alle Minderheiten Europas: Völkerwanderung nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, ethnische Konflikte in Europa und anderes. Dann haben wir in kreativen Arbeitskreisen gearbeitet: hier habe ich gelernt wie man mit leeren Flaschen berühmte Melodien spielen kann. Unsere Leistungen haben wir am letzten Abend gezeigt, wo wir ein Minikonzert veranstaltet haben. Natürlich haben wir auch zusammen Ostern gefeiert. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, um 5 Uhr Morgens in der dunklen Kirche zu sein. Das war etwas Neues für mich, sowas hab ich noch nie in meinem Leben erlebt!

Und natürlich fand am letzten Abend eine große Disco statt. Alles hat erst um 3 Uhr morgens geendet, aber nach ein paar Stunden Schlaf war ich schon im Bahnhof. Zurück nach Hause, zurück nach Düsseldorf.

 

 

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 
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