| Kommunikation und Rhetorik |
| Geschrieben von Bernd Böttcher | |
| Mittwoch, 28. Oktober 2009 | |
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Am Wochenende des 23. bis 25. Oktober 2009 fand im nordhessischen Bad Hersfeld ein Training statt, an dem über zwanzig Ehrenamtliche aus allen vier Mitgliedsverbänden der Aktion West-Ost teilnahmen. Inhaltlich drehte sich diesmal alles um „Kommunikationsstrategien und Rhetorik in Gruppen“ - ein Themenfeld, das von enormer Bedeutung bei Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen mit Jugendlichen ist.
Hauptziel des Kurses war die Schulung von motivierten und aktiven jungen Leitungskräften bzw. die Vermittlung neuen Wissens für erfahrenere TeilnehmerInnen. Auf Begegnungen, Tagungen und Konferenzen finden regelmäßig Diskussionen und Gespräche statt, in denen Leiterinnen und Leiter auftreten und moderieren müssen. Der Kommunikationstrainer Andreas Wüste (Bonn) gestaltete daher einen kompletten Seminartag zu verschiedenen Diskussions- und Rhetorik-Skills. Flankiert wurde dieses praxisnahe und anregende Training von Workshops, die erfahrene Aktive der Aktion-West-Ost anboten.
Den Freitagabend eröffnete eine Kennenlern-Runde, in der wir Methoden vorstellten, in ein Seminarprogramm zu starten. Myriam Kluth und Simone Schneider lockerten uns dann mit einigen Einheiten zu Theaterimprovisation auf - nicht unwichtig, denn für den nächsten Tag galt es, Ängste und Hemmungen abzubauen, vor den anderen aufzutreten. Schließlich wollten wir vor einer Gruppe freies Sprechen ausprobieren und üben.
Der Samstag war komplett dem Kommunikationstraining des Referenten Andreas Wüste gewidmet. Zu Beginn äußerten die Teilnehmer ihre Erwartungen und Wünsche an das Programm, legten Schwerpunkte fest. In den anschließenden Einheiten lernten die Teilnehmenden Grundlagen der Kommunikationsprozesse kennen und probierten sich im Argumentieren. In Diskussionsübungen konnten sie das dann gleich anwenden. Unser Trainer zeigte uns in einem interessanten Planspiel, wie es in großen Diskussionsgruppen zu komplizierten Themen zu Kompromissen, Mehrheitsentscheiden oder einem Konsens kommt, wie man darauf hinwirken und so Entscheidungsfindungen in größeren Gruppen effektiv gestalten kann. Um das Abendprogramm am Samstag herum stellte Annika Jäschke in einem Workshop einfache aber effektvolle Methoden vor, bei einem Seminar ein kulturelles Rahmenprogramm anzubieten. Und so ging die - durch die Zeitumstellung ohnehin längere - Nacht bei Musik und Tanz bis in die frühen Morgenstunden.
Am Sonntag übten wir dann mit Myriam Kluth bei improvisierten Kurzstatements, vor Gruppen zu sprechen. Durch direkt gegebene Einschätzungen konnten sich die TeilnehmerInnen verbessern. In der Evaluation zum Abschluss waren die TeilnehmerInnen mit der Leiterschulung und den vermittelten Inhalten offenbar sehr zufrieden. Für weitere Schulungen wurden Themen wie Konfliktmanagement bei Gruppenveranstaltungen oder noch einmal das Lenken von Diskussionen gewünscht. Besonders zufrieden waren die Organisatoren, dass sich Aktive aus allen Verbänden angemeldet hatten und ein sehr großer Zuspruch zu verzeichnen war. Die Kürze der Leiterschulung wurde teilweise kritisiert - einige Themen konnten daher nicht bearbeitet und manches nur angedeutet werden. Dessen waren wir uns bei Anfang bewusst, schließlich ist es ein so weiter Bereich, dass man ihn an einem Tag nur erahnen kann.
LeiterInnenschulung Bad Hersfeld 2009
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Nationale LeiterInnenschulung für Aktive in den Verbänden


