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EVS - Zeit für ein Resümee

Image Schon ist meine Zeit in Deutschland um. Heute ist mein letzter Arbeitstag im Aktion-West-Ost-Büro. Ich wurde sehr schön sowohl vom Vorstand und Bernd, als auch von den Mitarbeitern des Jugendhauses Düsseldorf mit vielen Geschenken verabschiedet. Nun ist jetzt die Frage: Wie packe ich all diese wunderbare Sachen (z.B. ein Deutschlandreisespiel oder eine Flasche Killepitsch) in meinen Koffer?

 

Neun Monate. Eine Zeit, die man eindeutig assoziiert. Nach neun Monaten soll ein Baby auf die Welt kommen. Und so war es auch dieses Mal. Zwar erscheint das Baby nach meiner Rückkehr nach Polen, aber PANDA BY ist wie mein Kind. Die Arbeit an dem Projekt war für mich ein reines Vergnügen und eine kreative Zeit. Ich lernte nicht nur die Namen der Förderer kennen, sondern ich konnte auch an den Anträgen für die Fördermittel mitbasteln. Außerdem musste ich nach dem Panda-Projekt in Kozienice noch eine Dokumentation entwerfen mit Hilfe eines Programms, mit dem sich keiner auskannte. Das war eine Herausforderung, die ich jedoch bewältigte! Ich muss gestehen, dass ich danach mit dem Ergebnis (ein Fotoheft) sehr zufrieden war. Kurz danach musste noch eine statistische Dokumentation hergestellt werden – wieder mit einem für mich unbekannten Programm. Es dauerte ein bisschen, bis ich alle Geheimnisse des GrafStat‘es entdeckte, aber wieder gelang es mir! Das Kreative lag mir – auch bei der Arbeit an einer Weihnachtskarte oder dem Zusammenstellen eines Bauwörterbuchs für die Teilnehmer des Projektes Panda BY. In der Zwischenzeit half ich auch bei der Büroarbeit: Manchmal musste etwas kopiert oder Publikationen verschickt werden oder ich half bei der Korrektur einer neuen Version von EuroGames.

 

Image Am Anfang war es für mich nicht leicht die Struktur der Aktion West-Ost zu begreifen, aber nachdem ich auch die Bundesausschusssitzungen der vier Mitgliedsverbände mit vorbereitet hatte, an denen ich auch teilnahm, wurde alles klarer. Außerdem hatte ich die Möglichkeit ein trinationales Vernetzungstreffen in Zgorzelec mitzuorganisieren. Dadurch lernte ich, dass man nie alles vorhersehen kann. Immer treten irgendwelche „Überraschungen“ auf. Der angenehmste Teil eines Projektes ist aber seine Durchführungsphase, genauer gesagt das gemeinsame Kennenlernen. Was mir an allen vier Verbänden sehr gefällt, sind die bunten Abende, an denen viel gesungen und gespielt wird.

 

Die neun Monate meines Freiwilligendienstes bei der Aktion West-Ost waren gut mit Arbeit, aber auch mir dem Reisen angefüllt. Ich fuhr durch ganz Deutschland, kreuz und quer, und merkte, dass man sein Ziel mit der Deutschen Bahn nicht immer pünktlich erreicht. Doch es waren nicht nur Dienstreisen, sondern auch Reisen für die jungen Menschen, die gerade einen Freiwilligendienst in Deutschland leisten. Diese wurden von der deutschen Nationalagentur im Rahmen des Programmes „Jugend in Aktion“ finanziert.

 

Nach dieser Zeit ist mir Düsseldorf sehr vertraut geworden. Ich habe mich schnell an die dreifarbigen Fußgängerampeln gewöhnt und jetzt werde mich wieder an die zweifarbigen in Olsztyn gewöhnen müssen. Ich dachte, meine tausend masurischen Seen werde ich vermissen, aber in Düsseldorf konnte ich am Rhein schön Fahrrad fahren und die grünen Anlagen einer großen Stadt genießen. Ich habe hier sehr liebe Leute kennengelernt: Mitarbeiter im Jugendhaus, mit denen ich nicht nur Dienstgespräche führte, sondern auch meine Freizeit verbrachte, und meine Gastfamilie! Ich wurde wie eine jüngere Tochter behandelt und so auch anderen Leuten vorgestellt. Einerseits ist das eine typische deutsche (oder genauer gesagt nordrheinische) Familie: Da die ältere Gastschwester in der Tanzgarde der Karnevalsfreunde der katholischen Jugend tanzt, konnte ich auch von den Kulissen den Karneval erleben, zum Abendbrot wurde nur Düsseldorfer Alt getrunken und dabei konnte ich noch Düsseldorfer Platt lernen. Anderseits aber ist die Gastfamilie wie eine italienische Familie: jede Mahlzeit (insbesondere jedoch das Abendbrot) wurde lang zelebriert, und auch wenn nichts mehr auf dem Tisch lag, was man noch essen konnte, hat man noch weiter (beim einem Glas Rheinwein) debattiert.

 

ImageUnd jetzt kam die Zeit, Geschenke für meine polnischen Freunde zu kaufen, die letzten Kaffees mit Jugendhausarbeitern zu trinken und meine Sachen einzupacken. Das schwerste, was ich nach Polen mitnehme wird mein Herz sein, denn ich verlasse Düsseldorf mit einem schweren Herzen. Aber doch mit der Hoffnung, dass ich wieder hierher komme und dass mich viele meiner neuen Bekannten in Polen besuchen. Rückblickend kann ich mit Sicherheit festhalten: ich habe viel gesehen, viel erlebt und noch mehr gelernt. Das waren faszinierende neun Monate, in denen ich mich entwickelt und auch positiv verändert habe.

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Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 
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