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EVS - Tage voller Erlebnisse
Image Die letzten Tage brachten viele Erlebnisse. Der April war zu Ende und der Mai stand vor der Tür. Eigentlich nichts Ungewöhnliches. Der erste Mai war am Freitag, doch ich wurde schon ab Dienstag gefragt wo ich vorhätte, den „Tanz in den Mai" zu feiern. Ich wusste leider nicht, was damit gemeint war, deshalb ließ ich mir das von meiner Gastmama erklären. Sie erläuterte mir, dass man am letzten Apriltag tanzen gehen soll, um tanzend den Mai zu begrüßen.

 

Das hat mit einem alten Brauch zu tun: Mit der Walpurgisnacht, in der sich angeblich alle Hexen treffen, um auf Besen reitend zu einer Orgie zu fliegen. Daher zündeten die Leute früher ein Feuer an, um sie abzuschrecken. Außerdem stellt man entsprechend einer alten Volkstradition am 1. Mai einen Maibaum auf, am besten eine Birne, ein Fruchtbarkeitssymbol. Früher tanzte man um ihn herum. Um die Traditionen zu bewahren, beschloss Familie Wilczek zu grillen. Also hatten wir ein Feuer. Und hier in Düsseldorf fand ich schon drei solche Bäume, obwohl es keine Birnenbäume waren, wie sich das die Tradition wünscht.
Image Der Mai begrüßte uns sonnig und es wäre eine Sünde gewesen, das schöne Wetter nicht auszunutzen. Willi und ich beschlossen, eine Fahrradtour zu machen. Er zeigte mir einen Stadtteil, in dem ganz viele Düsseldorfer wahrscheinlich noch nicht gewesen sind. Wir fuhren den Rhein entlang, der sich ab und zu hinter den Bäumen und zwischen den Wiesen versteckte. Ich fühlte mich wie in Masuren. Nun, vielleicht fehlte es an masurischen Hügeln, hier ist es eher flach, deshalb kann solch eine Radfahrerin wie ich hier eine Fahrradfahrt genießen. Unterwegs erzählte mir Willi die Geschichte einer Kastanie, für die eine Gruppe von Öko-Aktivisten kämpfte, damit sie nicht abgeholzt würde. Ich erfuhr, dass der Baum seine eigene Adresse und seinen Briefkasten hat! Hat jemand Lust einen Brief an die jetzt herrlich blühende Kastanie zu schreiben? Unser Ziel war Schloss Mickeln, sehr schön! Nun schade, dass es zu dieser Zeit eine Konferenz gab und wir uns die prachtvollen Räumlichkeiten des Schlosses nicht anschauen konnten. Nach drei Stunden Strampeln mussten wir uns mit etwas Leckerem stärken. Und was bekommt man zu dieser Jahreszeit in allen Geschäften und Restaurants? Spargel! Und so landete auf unserem Tisch Spargelsuppe und danach Spargel mit Kartoffeln, gekochtem Schinken und holländischer Soße. Himmlisch!


Im Büro summt es fast wie im Bienenkorb. Manchmal weiß ich nicht womit ich anfangen soll. Ich zerbreche mir immer noch den Kopf über meine Ausstellung. Am Montag stellte ich fest, dass das bisherige Format der Dias zu klein ist und sie sich nicht schön in großen Rahmen präsentieren werden. Ich entschied mich, alles von Anfang an neu zu entwerfen und kam so auf einige neue Ideen. Dass ich mich jetzt mit den Karnevalsbildern beschäftige, heißt aber nicht, ich hätte im Büro nichts Anderes zu tun :-). Das Panda-Orga-Team beschloss, dass es auch eine professionelle Web-Seite geben sollte. Deswegen müssen nun noch konkrete Schritte unternommen werden. Die scheinbar einfachen Sachen nehmen viel Zeit in Anspruch und überhaupt: Für die Panda-T-Shirts muss auch noch ein Logo entwickelt werden. Keine Zeit für Langeweile.
Image Ich habe sogar keine Zeit mich nach der Arbeit zu langweilen. Am Dienstagabend „entführten“ mich Dany und Monika in den Zirkus. Den Zirkus assoziieren viele mit Kunststücken, die von Tieren gezeigt werden. Doch das hier war ein besonderer Zirkus. Es gab nur eine einzige Darbietung, bei denen Ponys auftraten (von vierundzwanzig insgesamt). Alles andere waren die Präsentationen von Zirkuskünstlern und –künstlerinnen. Zwei Stunden Zirkusschau bescherten den Zuschauern viel Freude und Bauchschmerzen (vom Lachen!). Obwohl das Publikum meistens aus Erwachsenen bestand, vergaßen sie alle für diese Zeit die ganze Welt, umso mehr, wenn sie (wie ich!) in der Schlange standen, um Zuckerwatte zu kaufen. Während einer Darbietung gab es auch einen slawischen Akzent: Ein Akrobat verabschiedete sich am Ende seiner Vorführung mit einem (wahrscheinlich russischen) Wort: koniec (Ende), erst danach wurde die Pause verkündigt. Und so sage ich jetzt auch: „koniec“.


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